Dienstag, 14. März 2017

Tasche aus SnapPap


Während es draußen beginnt Frühling zu werden. habe ich endlich eines meiner Weihnachtsgeschenke, eine Rolle hellbraunes SnapPap, verarbeitet. Das Material gefällt mir, da mich die Farbe an braunes Packpapier erinnert, es aber sehr viel stabiler und haltbarer ist. So konnte diese Tasche, die an eine Tragetüte aus Papier erinnern soll, entstehen. Genäht habe ich sie nach dem gleichen Prinzip wie meine Leinenbeutel, die Träger bestehen aus einem schmalen Gurtband.

Sonntag, 18. Dezember 2016

Winterwunderland in der Box


Die Idee der Explosion Box (oder Exploding Box) fasziniert mich, seit ich zum ersten Mal eine gesehen habe und schon seit einiger Zeit wollte ich selber eine solche Box basteln. Jetzt, zum Geburtstag einer Freundin, ergab sich endlich die Gelegenheit. Was mir so gut an den Boxen gefällt, ist dass sich die schlichte, kleine Schachtel beim Abheben des Deckels anders verhält als man es erwarten würde: anstatt eine Öffnung freizugeben, durch die man auf den Inhalt blicken kann, klappen alle oder einige (bei dieser Box drei) der Wände herunter und plötzlich ist die Box keine Box mehr sondern ein kleines Diorama, ein Fotoalbum, eine Geburtstagskarte...die Möglichkeiten sind vielfältig. Selbst wenn man schon weiß, was passieren wird ist der Effekt zauberhaft, um das besser zeigen zu können habe ich ein kurzes Video gemacht: 



Sonntag, 11. Dezember 2016

Gefaltete Lichtgestalten - Anleitung



Für Ziehharmonika Engel gibt es zwar schon einige Anleitungen, da mir meine dieses Jahr aber besonders gut gefielen habe ich trotzdem beschlossen ihnen einen Eintrag zu widmen und meine Vorgehensweise vorzustellen. Los gehts!

Material (für einen Engel):

  • zwei Seiten aus einem Gesangbuch (ca. Din A6) oder eine Hälfte eines längs halbierten Din A4 Bogens eines anderen schönen Papiers
  • goldfarbenes Band
  • Holzperle (1,2 - 1,5 mm Durchmesser)

Werkzeug:

  • Schere
  • goldener Stift
  • Bleistift
  • Geodreieck
  • Klebestift
  • Heißklebepistole (oder anderer schnell aushärtender Kleber)

1. Vorsichtig zwei Seiten aus einem Gesangbuch reißen, sodass eine leicht unregelmäßige Kante entsteht, die später den Flügeln des Engels ein fedriges Aussehen gibt. Alternativ Din A4 Bogen längs halbieren (erst falten, dann reißen für einen ähnlichen Effekt).

2. Die zwei Gesangbuchseiten leicht überlappend aneinander kleben, sodass ein Streifen mit den Maßen einer längs halbierten Din A4 Seite entsteht.

3. An der glatten, unteren Kante entlang auf beiden Seiten des Papiers eine goldene Linie malen.



4. Den Streifen an der oberen Kante genau in der Mitte 4 cm tief einschneiden.



5. Den gesamten Papierstreifen von einer der kurzen Seiten her zu einer Zieharmonika falten.




6. Die Flügel herunterfalten.

7. Den Körper des Engels direkt unter den Flügeln mit dem Band 2-3 Mal umwickeln und das Band so verknoten, dass zwei gleich lange Enden entstehen.



8. Die Unterseiten der Flügel mit dem Klebestift am Gewand befestigen.



9. Beide Enden des Bands durch die Holzperle (Holzi holzi Holz!) ziehen und oben verknoten.



10. Zuletzt die Holzperle festkleben, dabei darauf achten, dass das Loch in der Perle senkrecht nach oben zeigt.

Ist der Engel aus leicht transparentem Papier sieht er zum Beispiel im Fenster schön aus.


Donnerstag, 20. Oktober 2016

Herbstliches Notizbuch



Da ist sie wieder, meine Lieblingsjahreszeit! Ob bei Sonne oder Regen, immer gibt es viel Buntes in der Natur zu bestaunen und zu fotografieren und nach einem Spaziergang in der kühlen, klaren Luft freut man sich darauf zu Hause etwas warmes zu essen oder zu trinken. Da eignen sich zum Beispiel Quitten gut. Nachdem sie, in Alufolie gewickelt (oder abgedeckt in einer Auflaufform) 1-2 Stunden im Backofen verbracht haben werden sie, samt Schale, wunderbar weich und schmecken einfach großartig.

Beim Stöbern in meinem Papiervorrat entdeckte ich außerdem herbstliches Papier, das ich als Deckblatt für ein kleines (DinA 6) Notizbuch verwendete.


Die Anleitung, mit der mir die Buchbindetechnik, die ich verwendet habe immer am besten gelingt ist dieses Video. Anders als dort gezeigt verwende ich meistens aber nicht die Pappe vom Zeichenblock als Buchdeckel sondern eben Designkarton als Deckblatt kombiniert mit passendem einfarbigem Fotokarton auf der Rückseite, hier orange. Die Längsseiten schlage ich jeweils etwa 1,5 cm breit ein und klebe sie mit Leim fest, so bekommt das Notizbuch mehr Stabilität. Besonders schön glatt werden die Deckel, wenn man sie presst während der Leim trocknet.
 

Das Garn muss nicht unbedingt gewachst sein, häufig verwende ich Zwirn oder wie hier einfaches Nähgarn, beides hält gut.


Montag, 29. August 2016

Genähte Briefumschläge


Die Form von Briefumschlägen ist etwas, das mich seit einiger Zeit faszniniert, und in den letzten Wochen hat sich diese Faszination auch in meinen Nähprojekten manifestiert. Zum einen entstand das oben abgebildete clutch-artige Etui in dem ich Kleinkram aufbewahre, der sonst lose in meinem Leinenbeutel herumfliegen würde, was es häufig schwierig macht, das wiederzufinden was ich gerade brauche.

Auch für Lavendelsäckchen eignet sich die Form, hier nur durch aufgestickte Linien angedeutet, sie werden so zu einem wohlriechenden Gruß aus dem Garten.




Dienstag, 28. Juni 2016

Back was Schönes - Biskuitrolle mit Erdbeer-Limetten Füllung



Da es im Moment reichlich Erdbeeren gibt und ein Biskuitteig schnell gemacht ist habe ich an den letzten zwei Sonntagen diese Biskuitrolle mit Erdbeerfüllung gemacht. In der ersten Woche war sie mir noch ein wenig zu süß und so kam im zweiten Anlauf die Limette ins Spiel. Da gefiel und schmeckte sie mir dann so gut, dass ich Fotos gemacht und das Rezept aufgeschrieben habe, dieses folgt sogleich:

Zutaten

Für den Teig:
  • 3 Eier 
  • 80g Zucker
  • 1 Päckchen oder 2 TL Vanillezucker (falls ihr selbstgemachten im Glas habt, was ich nur empfehlen kann :))
  • 80g Mehl
  • 20g Speisestärke
  • 1 gestrichener TL Backpulver

Für die Füllung:
  •  250g Quark (20% Fett)
  • 1 Becher Sahne
  • 2 Sahnesteif
  • 70g Puderzucker
  • Saft von einer halben bis einer Limette (je nachdem wie süß die Erdbeeren sind und wieviel Säure ihr mögt)
  • 1 TL Speisestärke
  •  400-450 g Erdbeeren (geht vermutlich auch mit tiefgekühlten, diese natürlich vorher auftauen lassen)
Für die Deko:
  • Puderzucker
  • 3-4 halbierte Erdbeeren

Zubereitung:

1. Die Erdbeeren waschen, den Stiel und die Blätter entfernen, abtrocknen und dann auf einen, mit Küchenpapier belegten, Teller legen.

2. Den Quark in einem feinen Sieb abtropfen lassen.

3. Den Backofen auf 200 Grad Celsius (Ober-/ Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.

4. Den Biskuitteig zubereiten (Eier 1 Minute schaumig schlagen, Zucker und Vanillezucker dazugeben und weitere 3 Minuten schaumig schlagen, Mehl, Stärke und Backpulver kurz unterrühren).

5. Den Biskuitteig auf das vorbereitete Backblech streichen und etwa 9 Minuten backen.

6. Während der Teig backt ein sauberes Geschirrtuch mit ein wenig Zucker bestreuen, darauf den fertig gebackenen Boden stürzen, mit Geschirrtuch und Backpapier von der Längsseite her einrollen und so abkühlen lassen.

7. Für die Füllung zuerst die Limette auspressen, die gewünschte Menge Saft mit der Speisestärke verrühren bis die Mischung keine Klümpchen mehr enthält und aufkochen (geht auch gut in der Mikrowelle: auf höchster Stufe immer 10-15 Sekunden kochen lassen, dann umrühren, so weiter bis eine zähflüssige Masse entstanden ist). Die Mischung kurz abkühlen lassen.

8. Die Sahne mit dem Sahnesteif steif schlagen.

9. Die Limetten-Stärke Mischung (muss nicht völlig abgekühlt sein) unter den Quark rühren und das Ganze in den Kühlschrank stellen.

10. Die Erdbeeren in kleine Stifte schneiden.

11. Sahne, Quark und Erdbeeren vermischen.

12. Die Biskuitrolle wieder entrollen und das Backpapier abziehen.

13. Die Füllung auf den Biskuit streichen, diesen wieder aufrollen und idealerweise 2-3 Stunden im Kühlschrank kaltstellen.

14. Die Rolle, wenn gewünscht, mit Puderzucker bestreuen und mit den Erdbeerhälften dekorieren.



Mittwoch, 15. Juni 2016

Katzenkissen - Anleitung



Auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für meine Schwester stieß ich auf diese Anleitung für ein Körnerkissen in Katzenkopfform. Die Idee gefiel mir gut, allerdings dachte ich, dass sie eher ein Sofakissen gebrauchen könnte. Vom Original sind so letztendlich nur die Form und die aufgemalten,  geschlossenen Augen geblieben. Wer also ein Körnerkissen gebrauchen kann oder verschenken möchte, folge dem Link, für ein Katzensofakissen bitte hier entlang:

Material:
  • 50 cm einfarbiger Stoff (z.B. Baumwolle oder Leinen)
  • farblich passendes Garn für die Nähmaschine
  • Stickgarn für die Nase (z.B. Orange oder Pink)
  • 40x40 cm großes Kissen (mit Watte gefüllt)
  • schwarzer Stoffmalstift 
  • Papier für das Schnittmuster (z.B. Zeitungspapier)
Werkzeug:
  • Nähmaschine
  • Nähnadel (für die Nase)
  • Schere
  • Schneiderkreide (oder weicher Bleistift)
  • Stecknadeln
  • Lineal und Geodreieck


1) Aus dem Papier für das Schnittmuster ein 40x40 cm großes Quadrat schneiden, dieses in der Mitte falten und die folgende Skizze darauf übertragen (die offene Seite liegt links):
2) Die Form entlang der durchgezogenen Linien ausschneiden und wieder aufklappen.

3) Für das Vorderteil der Kissenhülle das so entstandene Schnittmuster auf der linken Seite auf den Stoff stecken, mit der Schneiderkreide umranden um die Form auf den Stoff zu übertragen und dann ausschneiden, dabei rundherum eine Nahtzugabe von mindestens 1 cm lassen.


4) Da die Kissenhülle keinen Reißverschluss oder Knöpfe oder sonst einen Verschluss hat besteht die Rückseite aus einem unteren und einem oberen Teil, die sich überlappen. Für den oberen Teil der Rückseite den abgerundeten unteren Teil des Schnittmusters hochklappen (siehe nächstes Bild) und nur diese Form mit einer Nahtzugabe die der des Vorderteils entspricht ausschneiden.





Für den unteren Teil der Rückseite das Schnittmuster so falten, dass die Spitzen der Ohren die bei der letzen Faltung enstandene Linie berühren, ebenfalls auf den Stoff stecken und mit Nahtzugabe ausschneiden.



5) Die untere Kante des oberen Rückseitenteils und die obere Kante des unteren Rückseitenteils etwa 1 cm breit zwei Mal umschlagen und mit der Nähmaschine einmal darüber steppen.




6) Die drei Teile in der folgenden Reihenfolge aufeinanderlegen und feststecken:
  • Das Vorderteil mit der rechten Seite nach oben vor sich legen
  • Darauf, mit der linken Seite nach oben das obere Teil der Rückseite
  • Zuletzt, ebenfalls mit der linken Seite nach oben das untere Teil der Rückseite



7) Das Ganze umdrehen und entlang der anfangs mit Schneiderkreide aufgemalten Linie nähen, die Nahtzugaben auf etwa einen halben Zentimeter zurückschneiden und mit Zickzackstich versäubern.

8) Um das Kissen in die richtige Form zu bringen das Schnittmuster darauf feststecken, dabei darauf achten, dass die äußeren Kanten des Musters an den Nähten des Kissens anliegen. Die Form mit Filzstift auf das Kissen übertragen.



9) An einer der unteren Ecken (die, die nicht die Ohren werden) das Kissen aufschneiden und etwas Füllwatte entnehmen


10) Die Watte so zurechtdrücken, dass das Kissen außerhalb der Markierungen leer ist, dann mit der Nähmaschine entlang der Markierungen nähen, dabei das Kissen platt drücken.

11) Überschüssigen Stoff bis auf eine Nahzugabe von ca. 5 mm abschneiden und dann mit dem Zickzackstich versäubern.

12) Die Kissenhülle auf rechts drehen, das Kissen hineinstecken und mit Schneiderkreide oder Bleistift die Stellen für die Nase und die Augen markieren (die Nase etwa in der Mitte, die Augen leicht darüber).

13) Kissen wieder aus der Hülle nehmen, für die Nase ein kleines gefülltes Dreieck sticken, für die geschlossenen Augen Halbkreise zeichnen, unterhalb der Nase den Mund Zeichnen (siehe Bilder).